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News from the EIPC

17 November 2016

Rückblick Electronica 2016

Es ist immer wieder interessant, die Electronica etwas zu durchleuchten, wenn man schon seit 1984 jedes Jahr auf der Messe war und die Messe noch von oberhalb der Theresienwiese kennt. Man sieht die Veränderungen und Neuerungen. Die Anzahl der ausstellenden Leiterplattenhersteller hat weiter abgenommen, dafür drängen mehr asiatische Hersteller auf die Electronica. Bei den europäischen Adressen muss man zudem aufpassen einen Händler nicht mit einem Produzenten zu verwechseln.

Von den EMS Anbietern waren dieses Jahr 135 Unternehmen als Aussteller dabei, wenn man mal die 5 tunesischen Firmen mitrechnet, die fast komplett auf einem Gemeinschaftsstand in Halle C4 ausstellten. Ja, diese Zahl stimmt nicht mit der offiziellen Zahl im Ausstellerverzeichnis überein, denn die ist deutlich höher. Wir haben nur die Europäischen Anbieter gezählt und zudem all die Firmen rausgeschmissen, die die Unart besitzen sich in allen möglichen Produktgruppen des Ausstellerverzeichnisses einzutragen, auch wenn sie da eigentlich nicht hin gehören. Die Logik dieses Handelns ist uns auch nach zweiunddreißig Jahren noch nicht aufgegangen.

Von den 135 EMS Ausstellern stellte Deutschland mit 69 Firmen die Mehrheit. In der Gesamtheit der deutschen EMS Anbieter waren es jedoch nur 17%, die ausstellten. Von den großen Herstellern mit mehr als 50 Mio. € Umsatz war nur jeder Zweite dort und in der Umsatzgruppe von 10-50 Mio. € war es nur jedes dritte Unternehmen. Bei den Unternehmen mit weniger als 10 Mio. € leisteten es sich 15%, auf der Messe mit einem Stand dabei zu sein. Bei den EMS Anbietern aus Österreich war die prozentuale Verteilung gleich, absolut waren sieben Unternehmen aus dem Alpenstaat dabei. Ganz anders das Bild in der Schweiz. Mit sechs Firmen waren lediglich 10% der eidgenössischen EMS Anbieter vertreten, von den großen Unternehmen war nur jede dritte Firma in München als Aussteller. Eine mögliche Erklärung ist sicher, dass viele EMS Hersteller aus der Schweiz versuchen sich zu spezialisieren. Damit werden andere Messen, wie z.B. die Sindex in Bern, die PCIM in Nürnberg oder die Medica in Düsseldorf bevorzugt. Straffes Kostenmanagement wäre aber ebenfalls eine Erklärung.

Wer sonst noch da war? Zehn EMS Hersteller aus Italien, sechs aus Großbritannien, je fünf aus Bulgarien, Ungarn und Polen, je zwei aus Frankreich, Spanien, Tschechien, der Slowakei, Litauen, Estland und Slowenien, je einer aus den Niederlanden, Schweden und Mazedonien und fünf aus Tunesien.

Geht man die Liste der globalen TOP 50 oder der europäischen TOP 50 der EMS Anbieter durch, dann muss man sich allerdings wundern, wer alles nicht auf der Electronica ausstellte. Ist die Electronica als globale Leitmesse für Elektronik nicht mehr anerkannt? Ist für die Anbieter der europäische Markt nicht attraktiv genug? Stimmt das Preis/Leistungsverhältnis der Messe nicht?

Sicher hat die Electronica als globale Leitmesse eingebüßt. Regionale Messen in Amerika und Asien haben dazu beigetragen, der asiatische Elektronikmarkt ist gegenüber Europa deutlich stärker gewachsen und der Wettbewerb, gerade im EMS Geschäft, ist extrem hoch. Zudem hat die Messe München ihre Messe auch als Exportprodukt in die anderen Länder getragen und das führt dazu, dass manche Firmen lieber in ihrem Heimatland ausstellen als den weiten Weg nach München auf sich zu nehmen. Viele Firmen überlegen sich aber auch sehr genau, ob man die Kosten einer Messebeteiligung nicht einsparen kann.

Das ist natürlich nur eine relative Betrachtung in Bezug auf die Gesamtheit der EMS Anbieter, denn es kann sein, dass die Gesamtzahl der EMS Aussteller zugenommen hat. Dazu liegen mir jedoch keine Zahlen vor. Potenzial ist auf jeden Fall da, insbesondere mehr Aussteller aus Großbritannien, Frankreich und Italien auf die Messe zu bekommen.

Der EIPC hatte erstmals für die europäischen Hersteller von Leiterplatten und die europäischen EMS Anbieter einen Flyer entwickelt, auf dem sämtliche Europäischen Hersteller mit ihrer Standnummer gelistet waren. Damit war es Fachbesuchern, die ganz spezifisch nur nach Leiterplatten oder nur nach EMS Anbietern suchten, möglich sich schneller auf der Messe zu orientieren, sofern sie sich nicht die Electronica App auf ihr Handy geladen hatten. Die Überschrift dieses Flyers war im Einklang mit der bereits im Novemberheft der PLUS angekündigten Initiative des EIPC, mehr für in Europa produzierte Elektronikprodukte zu tun und lautete:

E E

European Electronics

An Initiative of the EIPC

The European Electronics Association

 

Es freut uns, dass wir zunehmend mehr Rückmeldungen aus der Elektronikindustrie erhalten, die unsere Aktivitäten wohlwollend beobachten. Viele Elektronikhersteller nutzten die Gelegenheit auf der Electronica, mit dem EIPC auf deren Messestand ins Gespräch zu kommen und sich über die Arbeit des Verbandes zu informieren.

Bei den Leiterplattenherstellern war insbesondere IMS (Isolierte Metall Substrate) ein Thema. Ob intelligente Batterieschalter für 40V, 300A mit 2mm Kupfer, alternativ aufgeteilt in mehrere 400µm Kupferlagen oder Anwendungen in der Lichttechnik, sowie Integrierte Bauelemente in der Leiterplatte, der Wandel in den Anwendungen der Leiterplattentechnik war bei den Europäischen Leiterplattenherstellern überall zu sehen.

Nicht nur die Exponate sind eine Erwähnung wert. Insbesondere auch unsere Mitgliedsfirmen ILFA, die in Halle C4 ausstellten als auch Pragoboard, die im Zentrum des Geschehens, in Halle B4 ausstellten.

Die Veränderungen zur Peripherie der Leiterplatten waren ebenfalls ersichtlich. So stellte die Firma ProNova GmbH auf dem Messestand des EIPC neben ihrer patentierten Technologie für Hochstromleiterplatten die dazu gehörenden Anschlusselemente in Einpresstechnik für IMS Schaltungen vor, die aufgrund der erzeugten gasdichten Verbindung die vorteilhafte Alternative in der Hochstromtechnologie darstellen. Thomas Mang, Geschäftsführer der ProNova GmbH war ebenfalls selbst am Messestand vertreten.

Die MPM Environmental Intelligence KG mit Ihrem Geschäftsführer Peter Kolbe stellte ihre Dienstleistungen im Bereich der Entsorgung von bestückten und unbestückten Leiterplatten auf dem EIPC Stand vor. Hier werden die EMS Anbieter mit den Nutzenrahmen der Leiterplatten, die nach der Bestückung als Wertstoff übrig bleiben, zunehmend interessant.

Aus USA war Walt Custer auf dem Messestand vertreten, der mit globalen Marktinformationen seiner Custer Consulting dem Markt lange bekannt ist und auch einen Vortrag auf der Messe hielt.

Die ganze Woche war zudem ein Ansprechpartner des FED als Co-Aussteller auf dem Messestand.

Ein weiteres Mitglied, welches auf dem Stand ausstellte, war Zuken, der weltweit führende Anbieter von EDA-Systemen. Mit den Softwarelösungen von Zuken können Design- und Fertigungsprozesse um ein vielfaches effizienter gestaltet werden. Zudem bietet Zuken auch Lösungen für die EMS Industrie mit dem Design von Schaltschränken und Kabelbäumen an.

Erstmals seit der Vereinigung von McDermid und  Enthone in 2015 waren beide Firmen zusammen beim EIPC auf dem Messestand vertreten.  Der führende Anbieter von Leiterplattenchemie und Oberflächenmetallisierungen stand somit auch den EMS Herstellern zur Verfügung, die nach alternativen Oberflächenmetallisierungen suchen.

First EIE, der Spezialist für Photoplotter, Ink Jet Drucker und Direktbelichter aus der Schweiz stand dem interessierten Fachpublikum ebenfalls zu Gesprächen zur Verfügung.

Der europäische Verband für Flammschutzmittel EFRA, die unter anderem auch in Basismaterialien verwendet werden, war ebenfalls nicht zum ersten Mal zusammen mit dem EIPC auf der Messe vertreten.

Betrachtet man insbesondere die ersten drei Messetag, konnte man deutlich höhere Besucherzahlen erkennen. Insbesondere bei den Europäischen Ausstellern, sowohl Leiterplatten als auch EMS, in Halle B4 war Hochbetrieb, es ging für die Standbesatzungen von einem Gespräch nahtlos in das Nächste. Ein Lob an diese Mitarbeiter, die motiviert und engagiert sich den Besuchern stellten.

Der Freitag war auf der Messe im Vergleich zu den drei Tagen vorher sehr ruhig. Ab Mittag waren die Besucherzahlen sichtbar geringer. Da war es eine willkommene Abwechslung, dass der Geschäftsführer der Fela GmbH aus dem Schwarzwald, Norbert Krütt, gebürtiger Rheinländer, am 11.11. pünktlich um 11:11 Uhr den Karneval einläutete. Zu Kölsch und Reibekuchen (Kartoffelpuffer für Nicht-Rheinländer) gab es Kölsche Karnevalsmusik und der Chef ließ es sich nicht nehmen mit der roten „Pappnas“ und kölschen Einstecktuch selbst am Herd zu stehen und die Reibekuchen zu backen. Dementsprechend dauerte es auch nicht lange, bis sich in Halle B4 alle gebürtigen Rheinländer am Messestand der Fela eingefunden hatten.

 

EIPC organisiert Vortrag auf der electronica

 Der EIPC hat die Möglichkeit genutzt, auf dem Forum „PCB & Components Marketplace“ einen kleinen Einblick in sein Leistungsspektrum im Bereich Statistik aufzuzeigen und so einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Am Mittwoch den 9. November stellte der EIPC unter dem Titel „The European EMS Industry, an Overview“ Teile der in4ma Statistiken vor und verschaffte mit dem in Englisch gehaltenen Vortrag insbesondere auch dem nicht deutschsprachigen Fachpublikum der Electronica in der Halle B4, Stand 365 einen Überblick über die EMS Produktion in Europa. Die gesamte EIPC Mannschaft war zu diesem Vortrag vertreten und zeigte damit, wie wichtig ihr dieses Thema ist.

Neben der Anzahl der Hersteller in Europa wurde insbesondere die Produktion in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchleuchtet und wesentliche Kennzahlen präsentiert. Aufgrund der limitierten Zeit konnte natürlich nur ein kleiner Teil der in4ma Statistiken vermittelt werden, aber genug um das Interesse für die in4ma Statistiken der EMS Hersteller in Europa zu wecken.

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  • WECC Report 2016

    By KWestenberg@eipc.org

    WECC Global PCB Production Report For 2016 FREE of charge EIPC membership service A Product of the Partnership among the WECC Member Associations on Behalf of their Members in the Electronic Circuits Industry Worldwide

  • Proceedings EIPC Summer Conference Birmingham 2017

    By KWestenberg@eipc.org

    The Conference was held on June 1 & 2, 2017.

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  • Cicor Group

    www.cicor.com

    Cicor is a globally active group of leading companies in the electronics industry. The group’s companies provide complete outsourcing services and a broad range of technologies for the manufacture of highly complex PCBs, 3D-MID solutions, hybrids circuits, electronic modules, plastic injection molding and box-building.

  • Isola Group

    www.isola-group.com

    Corporate Responsibility. The responsible stewardship of the environment and sustainable business practices is important to long-term success. Committed to operating our business in a manner that creates better social, economic and environmental outcomes for all those involved in the electronics industry.

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